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Innenausbau · 2025

Grossformat-Keramik

Grossformat-Keramik

Wand- und Bodenplatten im Grossformat, fugenarm verlegt — mit überplatteter Betätigungsplatte und eingearbeiteten Steckdosen.

Grossformatige Keramik wirkt ruhig, weil sie wenig Fugen hat. Genau das macht sie in der Ausführung anspruchsvoll: Was bei einer 30er-Platte in der Fuge verschwindet, steht bei einer Platte von 1200 mm Länge sichtbar im Raum.

An diesem Objekt wurden Bad und Wohnbereich durchgehend in Grossformat ausgeführt — inklusive der Details, an denen man Plattenarbeit beurteilt: überplattete Betätigungsplatte, bündig eingearbeitete Steckdosen, sauber geschlossener Wannenanschluss und eine in Marmoroptik bekleidete Cheminée-Wand.

Die Aufgabe

Bad und Wohnbereich sollten durchgehend mit grossformatiger Keramik belegt werden — mit möglichst wenig sichtbaren Fugen, ohne aufgesetzte Blenden und ohne sichtbare Schnittkanten an Einbauteilen.

Herausforderungen & Lösungen

Ebener Untergrund als Voraussetzung

Eine Platte von 1200 mm Länge verzeiht keine Unebenheit im Untergrund — sie steht an der Kante über oder liegt hohl. Die Wände wurden deshalb vorgängig ab Gerüst egalisiert und abgezogen, bevor die erste Platte angesetzt wurde. Verlegt wird anschliessend im Buttering-Floating-Verfahren, damit keine Hohlräume unter der Platte bleiben.

Betätigungsplatte überplatten statt aufsetzen

Die Spülung wurde nicht mit einer sichtbaren Kunststoffplatte abgedeckt, sondern mit demselben Plattenmaterial überdeckt. Der Ausschnitt muss auf den Millimeter zur Revisionsöffnung passen und begehbar bleiben — der Schnitt erfolgt in der Platte selbst, nicht am Einbauteil.

Steckdosen und Anschlüsse in der Platte

Dosen und Armaturenanschlüsse wurden in die Platte gebohrt, nicht in die Fuge gelegt. Angezeichnet wird mit Schablone ab Rohbaumass; gebohrt und ausgeschnitten wird vor dem Ansetzen, solange die Platte noch flach aufliegt und nicht brechen kann.

Ebene Fläche über die ganze Wand

Über mehrere Plattenreihen hinweg entstehen sonst Kantenversätze, die im Streiflicht sofort auffallen. Die Fläche wurde durchgehend mit Nivelliersystem gesetzt und erst nach dem Abbinden entlastet.

Bauphasen

  1. Untergrund

    Wände ab Gerüst egalisiert, Ebenheit geprüft, Anschlüsse eingemessen.

  2. Abdichtung

    Verbundabdichtung im Nassbereich, Dichtband an Ecken, Wannen- und Bodenanschluss.

  3. Zuschnitt

    Platten auf dem Schneidtisch getrennt, Dosen- und Revisionsausschnitte vor dem Ansetzen erstellt.

  4. Verlegung

    Ansetzen im kombinierten Verfahren, Fläche mit Nivelliersystem gesetzt.

  5. Abschluss

    Verfugung, elastische Anschlussfugen an Wanne und Ecken, Reinigung und Übergabe.

Unsere Leistungen an diesem Objekt

  • Untergrundvorbereitung und Egalisierung
  • Verbundabdichtung im Nassbereich
  • Wandbeläge in Grossformat 600 × 1200 mm und grösser
  • Bodenbeläge in Marmoroptik
  • Überplattete Betätigungsplatte mit Revisionszugang
  • Dosen- und Armaturenausschnitte in der Platte
  • Wannenanschluss mit elastischer Fuge
  • Cheminée-Bekleidung in Marmoroptik
Ergebnis

Durchgehende Flächen ohne sichtbare Kantenversätze; Spülung und Steckdosen sitzen in der Platte statt auf ihr.

Von der Baustelle

8 eigene Aufnahmen

Aufnahmen während der Ausführung — nicht nachgestellt und nicht am Computer erzeugt.